St. Martin und die sprechende Laterne

St. Martin und die sprechende Laterne

Gepostet von am Nov 12, 2019 in Allgemein | Keine Kommentare

 

Am heutigen Dienstag, den 12. November 2019 fand der diesjährige St. Martinszug in Niederzier statt. In diesem Jahr waren erfreulicherweise wieder viele Kinder mit ihren Eltern und Großeltern in unsere Pfarrkirche gekommen.

Bereits zum 3. Mal konnten sie Judith als St. Martin persönlich begrüßen, denn unsere Gemeindereferentin, Modesta Gerhards, hatte es wieder geschafft, ihn vor seinem Ritt – hoch zu Ross – in die Pfarrkirche einzuladen.

 

 

Unsere Organistin Ruth Spaltmann spielte die Orgel und es wurden wieder viele Martinslieder gesungen.

 

Gemeindereferentin Modesta Gerhards hatte ihre selbstgebaute Laterne mitgebracht und auf den Altar gestellt. Und dann erzählte die Laterne folgende Geschichte über den Hl. Martin:

Martins größter Wunsch war, einmal ein Soldat des Kaisers zu werden. Deshalb trat er schon früh in das Heer des Kaisers ein. Martin war mutig und tapfer, er hatte viele Freunde. Aber besonders stolz war er auf sein Pferd. Für Martin gab es nichts Schöneres, als auf seinem Pferd durch die Straßen der Stadt zu reiten. An einem Abend im Winter war es besonders kalt, auf den Straßen lag dicker Schnee. Trotzdem sattelte Martin sein Pferd und ritt aus. Plötzlich zügelte Martin sein Pferd. Da lag doch etwas im Schnee am Straßenrand. War es ein Tier? War es ein Mensch? Vorsichtig ritt Martin näher, da hörte er ein leises Stöhnen. Als er sich niederbeugte, erblickte er einen Mann. Es war ein Bettler, der nur Lumpen trug, “ Ich friere so!” jammerte er. Martin zögerte nicht, er griff nach seinem Schwert, nahm seinen Mantel von der Schulter und schnitt seinen eigenen Mantel mittendurch. “Das schenke ich dir” sagte er und reichte dem Bettler den halben Mantel. “Danke!” sagte der Bettler leise und wickelte sich in den Mantel ein. Martin aber legte die andere Hälfte um sich, trieb sein Pferd an und ritt davon.

 

In der folgenden Nacht hatte Martin einen Traum: Jesus Christus begegnete ihm, umgeben von einer himmlischen Schar Engel. Jesus trug Martins halben Umhang und sprach: „Martin, ich war der Bettler, dem du geholfen hast, indem du ihm den halben Mantel geschenkt hast.“ Als Martin am nächsten Morgen erwachte, wusste er, dass er sein Leben völlig ändern wollte. Er verließ die Armee und trat als Mönch in den Dienst Gottes. Er ließ sich taufen. Viele Menschen liebten und verehrten ihn, sie wollten Martin sogar zum Bischof machen. Aber Martin wollte nicht Bischof werden, dafür war er viel zu bescheiden. Er hatte Angst vor diesem Amt und meinte er würde nie ein guter Bischof werden. Als die Leute kamen und ihn zum Bischof machen wollten, versteckte er sich in einem Gänsestall. Hier werden sie mich bestimmt nicht suchen, dachte er. Die Gänse im Gänsestall aber schnatterten so laut und waren so aufgeregt, dass Martin schließlich doch entdeckt wurde. So wurde Martin Bischof und er wurde ein guter Bischof.

Mit dem gemeinsamen „Vater unser“ und einem Abschlussgebet machten sich schließlich die Kinder mit ihren Laternen auf den Weg, um hinter dem St. Martin und seinem schönen Pferd durch die Straßen unserer Pfarrgemeinde zum Martinsfeuer zu gehen. Zum Abschluss gab es den beliebten „Weckmann“.

 

 

Die Geschichte des Hl. Martin könnt Ihr Euch noch einmal auf dem Videoclip → hier anschauen.

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