Liturgie

von Biergans am 13.10.2019 in Liturgie

20. Oktober 2019 – 29. Sonntag im Jahreskreis

ZUM EVANGELIUM                                   Die Zeit bis zum Kommen des Menschensohnes, also die Zeit der jetzt laufenden Geschichte, kann für die Christenheit immer wieder eine Zeit großer Not und Unsicherheit sein. Die Frage, ob Christus auf der Erde dann noch den Glauben antreffen wird, ist nicht dazu angetan, uns zu beruhigen. Es ist die Zeit der Bewährung, der Geduld und des vertrauenden Betens.

Evangelium (Lk 18, 1–8)

In jener Zeit sagte Jesus seinen Jüngern durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten: In einer Stadt lebte ein Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm. In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe, die immer wieder zu ihm kam und sagte: Verschaff mir Recht gegen meinen Widersacher! Und er wollte lange Zeit nicht. Dann aber sagte er sich: Ich fürchte zwar Gott nicht und nehme auch auf keinen Menschen Rücksicht; weil mich diese Witwe aber nicht in Ruhe lässt, will ich ihr Recht verschaffen. Sonst kommt sie am Ende noch und schlägt mich ins Gesicht. Der Herr aber sprach: Hört, was der ungerechte Richter sagt! Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern bei ihnen zögern? Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen. Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, den Glauben auf der Erde finden?

Für den Tag und die Woche

Das persönliche Gebet ist ein Sprechen, ein Dialog, aber nicht in einen leeren Raum hinein, sondern auf jemanden zu. Mein Gebet hat eine Richtung. Ich wende mich an Ihn, der mich liebt und den wir Gott nennen. Das Wichtigste aber ist, regelmäßig zu beten und nicht aufzugeben. … Und verlass dich darauf, dein Beten wird gelingen und wirksam sein! Es ist nie vergeblich. Alle unsere Gebete werden beantwortet, wenn auch oft auf unvorhergesehene Weise und zu unverhoffter Zeit. Beten ist aber auch fordernd. Es ist eine Herausforderung. Beten ist unbequem und bringt außerdem ein gewisses Risiko mit sich. Denn im Gebet vernehmen wir unweigerlich die Stimme unseres Gewissens, das uns sagt, was wir tun oder nicht tun sollten. (Franz Kardinal König)

Quelle: SCHOTT LESEJAHR C

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