Liturgie

von Biergans am 18.01.2021 in Liturgie

24. Januar 2021 – 3. Sonntag im Jahreskreis

ZUM EVANGELIUM                             An fast allen Sonntagen des Lesejahres B wird das Evangelium nach Markus gelesen, das älteste Zeugnis der urchristlichen Überlieferung über Jesus. Markus fasst die Verkündigung Jesu in dem Wort „Evangelium“ zusammen. Aber Jesus selbst ist auch der Inhalt dieses Evangeliums; er selbst ist das „Evangelium Gottes“. Mit dem Auftreten Jesu in Galiläa ist das Reich Gottes, die Herrschaft Gottes nahegekommen. Jesus selbst führt sie herbei. Er ruft die Menschen zur Umkehr und zum Glauben. Sich bekehren heißt an das Evangelium glauben. Gnade Gottes ist es, wenn ein Mensch den Ruf hört und ihm ohne Vorbehalt folgt.

Evangelium (Mk 1, 14–20)

Nachdem Johannes der Täufer ausgeliefert worden war,
ging Jesus nach Galiläa;
er verkündete das Evangelium Gottes
und sprach: Die Zeit ist erfüllt,
das Reich Gottes ist nahe.
Kehrt um und glaubt an das Evangelium!

Als Jesus am See von Galiläa entlangging,
sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon,
die auf dem See ihre Netze auswarfen;
sie waren nämlich Fischer.
Da sagte er zu ihnen:
Kommt her, mir nach!
Ich werde euch zu Menschenfischern machen.

Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach.
Als er ein Stück weiterging,
sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus,
und seinen Bruder Johannes;
sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.
Sogleich rief er sie und sie ließen ihren Vater Zebedäus
mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück
und folgten Jesus nach.

Für den Tag und die Woche

Vielleicht ist der Weg, den wir gerade gehen, nicht der richtige, nicht der richtige für uns. Mag sein, dass wir spüren, dass wir mit diesem Weg unser Ziel nicht erreichen werden, nicht heute und nicht morgen. Möglicherweise kommen wir eher um anstatt an. Wenn wir das erkennen, dass wir uns auf einem Holzweg befinden, dass unsere Gedanken, Gefühle und Handlungen eher Negatives als Positives bewirken, dann sollten wir umkehren. Wenn wir gewahr werden, dass wir uns von den eigentlichen Zielen immer weiter distanzieren, dann ist es höchste Zeit, die Richtung zu ändern. Wo immer ich auch stehe, heute, jetzt und hier, wo immer ich auch gehe, ich habe stets die Wahl und die Kraft, umzukehren und meinem Leben eine andere Richtung zu geben. (Sascha Veitl)

Quelle: SCHOTT LESEJAHR B

Hier gehts zum „WORT ZUM SONNTAG“